
Nuklearmedizinische Therapie - Entlassungskriterien - Teil 2: Berechnungsmethode unter Berücksichtigung komplexer Bedingungen
NORMA vydaná dňa 1.11.2010
Designation standards: ÖNORM S5275-2
Publication date standards: 1.11.2010
The number of pages: 23
Approximate weight : 69 g (0.15 lbs)
Country: Austrian technische Norm
Kategória: Technické normy ÖNORM
Bei der Berechnung der Entlassungsaktivität eines mit einem offenen radioaktiven Stoff behandelten Patienten ist (sind) je nach Strahlenart des Radionuklides die Exposition der Umgebung durch externe Strahlung und/oder mögliche radioaktive Kontaminationen (hauptsächlich von Luft) zu berücksichtigen. Als Grundlage für die Abschätzung der Strahlenexposition der Umgebung ist bei Gammastrahlern die Umgebungsäquivalent-Dosisleistungskonstante heranzuziehen. Im vorliegenden Teil 2 der ÖNORM wird eine komplexere Berechnungsmethode vorgestellt, mit deren Hilfe genauere (höhere) Entlassungsaktivitäten als nach ÖNORM S 5275-1 errechnet werden können. Voraussetzung dafür ist die Kenntnis von weiteren Faktoren, zB Biokinetik, Verteilung der Aktivität im Körper, mögliche Kontamination der Atemluft. In dieser ÖNORM werden ausschließlich die Nuklide 117mSn, 131I, 153Sm, 186Re und 188Re berücksichtigt. Die Beschränkung auf diese 5 Nuklide erfolgt, da sich auf Grund der vereinfachten Berechnungsmethode nach Teil 1 für die anderen Nuklide bereits höchstzulässige Entlassungsaktivitäten ergeben, die über den in der Praxis verabreichten Aktivitäten liegen. Diese ÖNORM legt Kriterien für die Entlassung von Patienten nach Verabreichung offener radioaktiver Stoffe zu therapeutischen Zwecken (zB Radioiodtherapie, palliative Therapie, Radiosynoviorthese) bei Kenntnis von Faktoren, die in Teil 1 noch nicht berücksichtigt wurden, fest.